Lohnhilfen

  • Ausbildungsplätze sichern

    Alle Angaben ohne Gewähr.

    Form der Unterstützung

    Die Corona-Krise erschwert es vielen Ausbildungsbetrieben, weiterhin junge Menschen als Fachkräfte von morgen auszubilden. Daher können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen.

    Ziele:

    • Ausbildungsplätze erhalten (Ausbildungsprämie)
    • zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen (Ausbildungsprämie plus)
    • Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung)
    • Übernahme bei Insolvenzen fördern (Übernahmeprämie) – unabhängig von der Beschäftigtenzahl

    Umfang

    Ausbildungsprämie/Ausbildungsprämie plus

    • Die Ausbildungsprämie fördert kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und dennoch gleich viele Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2020 abschließen, wie im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag.
    • Alternativ gibt es die Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge. In diesem Fall beträgt der Zuschuss einmalig 3.000 Euro pro zusätzlichen Ausbildungsvertrag.
    • Beide Zuschüsse werden nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

    Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

    • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die trotz Kurzarbeit die Ausbildung regulär fortsetzen, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung. Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat.

    Übernahmeprämie

    • Bildet Ihr Unternehmen Auszubildende aus einem Betrieb weiter aus, der infolge der Corona-Krise insolvent ist, können Sie die Übernahmeprämie für sogenannte Insolvenzlehrlinge beantragen. Der aufnehmende Betrieb erhält die Übernahmeprämie als einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro.

    Für das neue Ausbildungsjahr ab 1. Juni 2021

    • Alle Prämien von 2000 bzw. 3000 Euro auf 4000 bzw.6000 Euro verdoppelt.
    • Zuschüsse zur Ausbildervergütung möglich
    • Höhere Grenze: Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden
    • Sonderzuschuss: Betriebe mit bis zu vier Mitarbeitern können pauschal 1000 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.
    • Übernahmeprämie: künftig auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages
    • Auftrags- oder Verbundausbildung: Mindestlaufzeit auf vier Wochen verkürzt, bis zu 8100 Euro,auch für Stammausbildungsbetrieb, für Interimsausbildungsbetriebe entfällt Begrenzung von bis zu 249 Mitarbeitende
    • Kosten für externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse für Auszubildende hälftig bezuschusst, maximal mit 500 Euro

    Voraussetzungen / Bedingungen

    Für die Förderung kommen KMU infrage, die wie folgt ausbilden:

    • in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen,
    • in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/ oder Altenpflegegesetz oder
    • in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes- und landesrechtlich geregelt sind.

    Unternehmen können nur eine Prämie pro Ausbildungsvertrag erhalten. Sie können die Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ nicht mit Förderungen auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder der Länder kombinieren, die die gleiche Zielrichtung oder den gleichen Inhalt haben.

    Antragsinformationen

    Unternehmen müssen die Förderung bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit beantragen.

    Weitere Informationen zum Programm „Ausbildungsplätze sichern“

    Beizufügende Nachweise

    • Bescheinigung der zuständigen Stelle für den Ausbildungsberuf (nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Seearbeitsgesetz). Meist sind das die Kammern, zum Beispiel die Industrie- und Handelskammern oder die Handwerkskammern.
    • Bei anderen förderfähigen Berufen müssen Sie den Ausbildungsvertrag beilegen. Näheres dazu finden Sie im jeweiligen Antrag.
    • De-minimis-Erklärung

    Kontakt

    Arbeitgeber-Hotline: 0800 4 5555 20 (gebührenfrei)
    Kontaktformular

    E-Mail:

  • Kurzarbeitergeld

    Alle Angaben ohne Gewähr.

    Form der Unterstützung

    Erstattungsleistung bei Arbeitsausfall durch Arbeitsagentur

    Art der Verwendung sowie Umfang und Konditionen

    Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Die Kurzarbeitenden erhalten grundsätzlich 60 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt beträgt das Kurzarbeitergeld 67 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Auch Leiharbeiter erhalten Kurzarbeitergeld.

    Die Maximalhöhe des Kurzarbeitergeldes kann eine Summe von 4.321,50 Euro nicht überschreiten - Beitragsbemessungsgrenze.

    Voraussetzungen / Bedingungen

    Im Betrieb erzielen mindestens 10 % der Beschäftigten wegen des Arbeitsausfalls ein um mehr als 10 % vermindertes Entgelt. Diese Zugangsregeln wurden am 13. März verkündet und gelten rückwirkend ab 1. März 2020.

    Bewilligungsdauer (durchschnittlich)

    Die gesetzliche Bezugsdauer beträgt 12 Monate. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzudämpfen, wurde die Bezugsdauer der Lohnersatzleistung für Betriebe, die vor dem 31. Dezember 2020 in Kurzarbeit gegangen sind, auf maximal bis zu 24 Monate verlängert, längstens aber bis zum 31. Dezember 2021.

    Antragsunterlagen

    Bevor Kurzarbeitergeld beantragt werden kann, ist der Arbeitsausfall anzuzeigen. Die Anzeige über den Arbeitsausfall ist schriftlich bei der Agentur für Arbeit zu erstatten, in deren Bezirk der Betrieb liegt.

    Kurzarbeitergeld wird auf Antrag des Arbeitgebers oder der Betriebsvertretung gezahlt. Der Antrag ist innerhalb einer Frist von 3 Monaten bei der zuständigen Agentur für Arbeit einzureichen. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalendermonats (Anspruchszeitraums), in dem die Tage liegen, für die Kurzarbeitergeld beantragt wird.

    Informationen zum Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit inkl. Formular für Anzeige für Arbeitsausfall sowie Antrag auf Zahlung von Kurzarbeitergeld

    Merkblatt Erleichterungen beim Zugang zum KuG während Corona-Pandemie

    Häufige Fragen und Antworten zum Kurzarbeitergeld

    Videoanleitung zur Antragsstellung

    Anzeige von Arbeitsausfall

    Antrag Kurzarbeit

    Ausfüllhinweise Antrag Kurzarbeit

    Nutzung der eServices zur Anzeige von Kurzarbeit: Sollten Sie bereits online mit der Agentur für Arbeit zusammenarbeiten, können Sie Ihren Account nutzen und sich anmelden. Bitte nicht neu registrieren!

    Sollte dies nicht der Fall sein und Sie möchten Ihre Anzeige trotzdem online aufgeben, brauchen Sie eigene Zugangsdaten für die Anmeldung. Diese erhalten Sie von Ihrem zuständigen Berater bzw. Ihrer Beraterin im Arbeitgeber-Service oder unter der Hotline 0800 4 5555 20. Gerne können Sie das Dokument für die Anzeige Arbeitsausfall Kurzarbeitergeld auch per Mail senden.

    • Für Unternehmen aus dem Bereich Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und der Mecklenburgischen Seenplatte gilt die Mailadresse: rostock.032-OS@arbeitsagentur.de 
    • Für Arbeitgeber aus dem Bereichen Landkreis Nordwestmecklenburg, Stadt Schwerin, Landkreis Ludwigslust-Parchim, Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Landkreis Rostock gilt die E-Mailadresse: rostock.031-OS@arbeitsagentur.de

    Beizufügende Nachweise

    • Gewerbeanmeldung soweit vorhanden
    • Handelsregisterauszug soweit vorhanden
    • Gesellschaftervertrag soweit vorhanden
    • Kopie der Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat oder wenn kein Betriebsrat vorhanden ist, Vereinbarung zum Einverständnis mit den betroffenen Mitarbeitern (formlose Sammelliste möglich)

    Kontakt

     

  • Entschädigung bei Verdienstausfall (Arbeitgeber bei Tätigkeitsverbot)

    Alle Angaben ohne Gewähr.

    Form der Unterstützung

    Entschädigung bei Verdienstausfall (Arbeitgeber bei Tätigkeitsverbot)

    Art der Verwendung

    Nach § 56 Infektionsschutzgesetz können Menschen, die einem persönlichen amtlichen Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, eine Entschädigung erhalten.

    Merkblatt Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz

    Umfang / Konditionen

    Nach § 56 Infektionsschutzgesetz können Menschen, die einem persönlichen amtlichen Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, eine Entschädigung erhalten. Diese beträgt in den ersten sechs Wochen 100 Prozent des Verdienstausfalles. Der Arbeitgeber zahlt den Lohn in dieser Zeit fort. Das LAGuS ist zuständig für die Erstattung der Aufwendungen des Arbeitgebers in dieser Zeit.

    Ab der 7. Woche entspricht die Entschädigung der Höhe des gesetzlichen Krankengeldes. Die Berechtigten müssen nun beim LAGuS einen eigenen Antrag stellen. Auch Selbstständige können beim LAGuS eine Entschädigung des Verdienstausfalles beantragen.

    Voraussetzungen / Bedingungen

    Einen Anspruch auf Entschädigung bei Verdienstausfall haben:

    • Menschen, bei denen das Corona-Virus nachgewiesen wurde und die vom Gesundheitsamt daher unter Quarantäne gestellt werden
    • Menschen, die aufgrund des Direktkontaktes mit nachweislich infizierten Menschen vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt werden (Ansteckungsverdächtige)
    • Menschen, die aus Risikogebieten oder aus Gebieten mit COVID-19-Erkrankungen bzw. Ausbrüchen zurückkehren und vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt werden (Ansteckungsverdächtige)

    Antragsunterlagen

    Entschädigungs- und Erstattungsanträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Eintritt des Tätigkeitsverbotes bzw. nach Ende der Quarantäne einzureichen:

    Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach §56 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

    Kontakt

    Landesamt für Gesundheit und Soziales
    Versorgungsamt Schwerin
    Friedrich-Engels-Str. 47
    19061 Schwerin

    www.lagus.mv-regierung.de
    soziales.entschaedigungsrecht@lagus.mv-regierung.de

  • Eltern-Entschädigung nach § 56 Abs. 1 a Infektionsschutzgesetz

    Alle Angaben ohne Gewähr

    Art der Verwendung

    • Erwerbstätige Sorgeberechtigte, die ihre Kinder wegen Schul- und Kita-Schließungen jetzt selbst betreuen müssen, können Verdienstausfälle erleiden. Zur Abfederung dieser besonderen Härten wird nach § 56 Abs. 1 a Infektionsschutzgesetz eine Möglichkeit der Lohnfortzahlung für Eltern geschaffen, die sogenannte "Eltern-Entschädigung".

    Umfang / Konditionen

    • Die Arbeitgeber zahlen für einen Zeitraum von maximal 6 Wochen den Lohn in Höhe von 67 % fort. Der Höchstbetrag für einen vollen Monat beträgt 2.016 Euro.

    Voraussetzungen / Bedingungen

    • Die Elternentschädigung erhalten erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, oder behindert und deshalb auf Hilfe angewiesen sind. Der Anspruch besteht nur, wenn im Zeitraum der Schließung bzw. des Betretungsverbotes der Kinderbetreuungseinrichtung oder der Schule keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sichergestellt werden kann.

    Antragsunterlagen

    Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach § 56 Abs. 1 a Infektionsschutzgesetz (IfSG)

    Merkblatt zum Antrag auf Verdienstausfallentschädigung

    Kontakt

    Landesamt für Gesundheit und Soziales M-V
    Stichwort: Eltern-Entschädigung
    Friedrich-Engels-Straße 47
    19061 Schwerin
    E-Mail: eltern.entschaedigung@lagus.mv-regierung.de
    Bürgertelefon von montags bis freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr: 0385/399-1111

    Weitere Informationen